Ein bisschen Drama im Beitragsbild kann nie schaden. Heute dreht sich alles um Linktree. Das beliebte Tool wird besonders gerne in der Instagram Bio genutzt. Warum ich davon nichts halte, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was ist eigentlich Linktree?

Die Entwickler von Linktree versprechen folgendes:

„Never change your Bio link again.“ Linktree

Klingt erstmal toll, doch was steckt dahinter. Wenn Du Instagram nutzt, kommt Dir das Dilemma bekannt vor. Die App bietet in der Bio nur eine Möglichkeit einen Link zu platzieren. Dieser Link ist, neben ein paar Workarounds, der einzige Weg nach draußen. Willst Du Deine Instagram Fans also an eine andere Stelle im Internet führen, brauchst Du diesen einen Link.

Screenshot Instagram Bio -Link

Und genau da kommt Linktree ins Spiel. Das Tool ermöglicht es Dir schnell und einfach eine Seite zu erstellen, die so aussieht:

Linktree Screenshot

Linktree Screenshot
Quelle: Linktree

Hier kannst Du alle Deine Links platzieren. Dafür brauchst Du nicht mal eine eigene Webseite. Linktree bietet Dir die Seite im vorgefertigten Layout und liefert den passenden Link direkt dazu. Diese Möglichkeit gibt es jetzt seit ungefähr zwei Jahren und wird gerne genutzt. Besonders die angespannte rechtliche Lage, macht das Tool für Instagramnutzer in Deutschland auf den ersten Blick wertvoll. Denn so können neben dem Link zum eigenen Impressum und der passenden Datenschutzseite, auch alle Social Media Kanäle und diverse Orte im Netz verknüpft werden.

Der User geht dann folgenden Weg:

Der Weg des Users von Instagram über Linktree ans Ziel

Der Weg des Users von Instagram über Linktree ans Ziel

Ohne Linktree sieht der Weg übrigens so aus:

Der Weg des Users von Instagram ans Ziel

Der Weg des Users von Instagram ans Ziel

Auf den ersten Blick ist das Tool extrem vielversprechend und trotzdem verrate ich Dir, warum ich davon abrate.

 

Darum sollst Du mit Linktree in der Instabio vorsichtig sein

Jetzt wirds ernst und ich zeige Dir, warum Du Linktree aus Deiner Instabio verbannen solltest.

 

Grund 1: Klickzahlen

Wenn ein User auf einen Link trifft, ist das ungefähr so, wie wenn man vor einer geschlossenen Tür. Im besten Fall ist der Link sinnvoll benannt und dient damit als Türschild.

Geschlossene Tür als Symbol für den LInk in der Bio.

Nur ein Bruchteil von denjenigen, die vor einer geschlossenen Tür stehen, stürzt sich ins Ungewisse und öffnet die Tür. Also nur wer wirklich wissen möchte, was sich hinter dem Link versteckt, klickt auch drauf.

Und jetzt stell Dir mal vor, Du hast den Link angeklickt und damit die Tür ins Ungewisse geöffnet und danach stehst Du hier.

Türen als Symbol für Linktree Optionen

Aus einer Tür sind drei geworden. Du bist also keinen Schritt weitergekommen, sondern viel schlimmer noch…jetzt stehst Du vor mehreren Türen ins Ungewisse. Wieder weist Du nicht wirklich, was dahinter steckt. Hinzu kommt, dass Du Dich nun für eine der Türen entscheiden musst. Und Entscheidungen treffen fällt uns Mensch ja bekanntlich besonders schwer.

Genau da steckt auch das große Problem von Linktree. Mit dem Tool verlierst Du deutlich mehr User auf dem Weg von Instagram ans Linkziel. Denn unterwegs werden deutlich mehr User durch quälende Entscheidungen und Ungewissheit gestoppt.

 

 

Grund 2: Datenschutz

Und dann gibt es da noch ein weiteres Problem. Linktree kommt aus New York. Damit schickst Du die User auf eine Seite, die auf einem amerikanischen Server gehostet ist. Und zusätzlich kann Linktree Deine User tracken. Keine guten Nachrichten für Datenschützer.

 

Die Lösung

Aus meiner Sicht, gibt es nur eine sinnvolle Lösung: Eine eigene Landingpage, die bei Instagram verlinkt ist. Damit kannst Du selbst entscheiden, wie Du mit dem Tracking umgehst. Zusätzlich hast Du die Möglichkeit mit dem Linktext zu spielen. Und auch das Layout liegt komplett in Deiner Hand. Kreiere beim User ein Bedürfnis und nimm die Angst vor dem Ungewissen hinter der nächsten Tür. Hier finden auch Links zu Impressum und Datenschutz platz. Über Designelemente kannst Du den User jedoch besser ans gewünschte Ziel führen.

Die Seite sollte unbedingt mobil optimiert sein. Instagram als Handy-App liefert fast ausschließlich mobilen Traffic.

 

Zum Abschluss

Viele suchen immer wieder nach Lösungen, um mehr Links in der Instagram Bio zu verstecken. Einige User nutzen dazu zum Beispiel die Swipe-Up Funktion in den Story Highlights. Genau da steckt der Fehler. Der eine einzige Link in der Instagram Bio ist gold wert. Ich kenne aktuell keine berühmtere Linkposition als den „Link in Bio“. Es ist egal, von wo Ihr die Abonnenten zu diesem einen Link schickt, jeder weis genau, welcher Link gemeint ist. Und dann schützt Euch Instagram auch noch davor, den Usern zu viele Optionen zu bieten. Das Geheimnis einer hohen CTR ist der Fokus auf ein einziges Ziel.

Falls Du Linktree aktuell nutzt, freue ich mich, wenn Du mir von Deinen Erfahrungen erzählst. Schreib mir gerne einen Kommentar mit Deiner Meinung.

 

Das wars auch schon wieder. Bis zum nächsten mal…ich freu mich drauf.

via GIPHY

 

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